Rollenspiel ist für Kinder ein Fantasiespiel, in dem sie alle möglichen Berufe, so wie sie es sich vorstellen, nachspielen können. Wer ist Räuber, wer Gendarm? Wer ist Cowboy und wer Indianer? Wer ist Kaufmann/frau und wer ist Kunde? Dazu gibt es Hilfsmittel, dieses Rollenspiel möglichst realitätsnah darstellen zu können. Es gab und gibt ihn immer noch, den Kinderkaufladen. Mit Verkaufspult und dementsprechenden Laden und Regalen, mit Waren, die man entweder Mutters Küche (natürlich mit ihrer Genehmigung) abzieht, oder aber Demoartikel wie Waschpulver und viele anderen Produkte. Diese werden dann in die Regale der Kinderkaufladen gestellt und stehen damit zum Verkauf. Wer im Rollenspiel der Käufer ist, kauft die vorhandenen Produkte vom Kaufmann/frau und bezahlt dafür. Natürlich mit Spielgeld, nicht mit echten Euro-Noten. Da werden Produkte abgewogen, verpackt und dem „Kunden“ übergeben. Damit lernen Kinder mit einem Kinderkaufladen, dass alles, was in einem Kaufhaus zu sehen ist, nicht gratis ist, sondern alles seinen Preis hat und bezahlt werden muss.
Damit wird auch gerechnet, wenn ein Kunde mit Geld bezahlt, ob und wie viel Geld wieder herausgegeben werden muss. Es ist eine spielerische Vorbereitung dafür, dass das Kind auch einen Bezug zum Geld bekommt und beim einkaufen nicht „übers Ohr gehauen“ wird. Ein Kinderkaufladen muss nicht nur aus einem Verkaufspult und Regalen bestehen sondern es gibt dazu viele Erweiterungen wie eine Kassa mit einer Kassenlade, eine Waage mit Gewichten, diverse Laden und Behälter und wer Platz genug hat, kann den Kinderkaufladen noch um einen Marktstand erweitern. Ein Kinderkaufladen ist damit nicht nur „Spielzeug“, sondern auch ein wunderbares Lerninstrument, bei dem Kinder gar nicht merken, dass sie beim spielen auch gleichzeitig lernen.